Hey, ich bin Sandra.
Hebamme aus Leidenschaft – ruhig und trotzdem ziemlich kommunikativ, herzlich, manchmal ein bisschen chaotisch und überzeugt davon, dass gute Begleitung vor allem eines schaffen sollte: Vertrauen in euch selbst.
Ich liebe es, mit euch zu plaudern, Fragen zu beantworten und euch mein Fachwissen weiterzugeben. Gleichzeitig möchte ich euch nicht erklären, wie ihr Familie „richtig“ machen sollt.
Ich möchte euch dabei unterstützen, euren eigenen Weg zu finden.
Eigentlich wollte ich schon mit 16 Hebamme werden.
Damals war ich für die Hebammenausbildung allerdings noch zu jung und bekam nur Absagen. Also begann ich 2005 die Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin.
Viele Jahre arbeitete ich mit ganzem Herzen auf verschiedenen Kinderintensivstationen. Ich durfte kleine Kämpfer nach Hause gehen sehen, habe aber auch Familien in Situationen begleitet, in denen sie ihr Kind gehen lassen mussten.
Mit meinen eigenen Kindern veränderte sich mein Blick auf diese Arbeit. Die Schicksale der Familien fühlten sich plötzlich näher an. Nach zwei eigenen Geburten kam deshalb der Berufswunsch zurück, den ich eigentlich nie ganz vergessen hatte.
2019 begann ich schließlich die Hebammenausbildung. Und während der gesamten Ausbildung hatte ich kein einziges Mal das Gefühl, den falschen Weg eingeschlagen zu haben.
Ein neues Leben entsteht – und wir dürfen dabei sein. Ich finde das bis heute ziemlich unglaublich.
Manchmal ist Zeit das Wichtigste, was wir geben können.
Während meiner Ausbildung betreute ich auf der Wochenbettstation eine Mutter und ihre kleine Tochter. Das Stillen war anfangs schwierig, weil die Kleine ihren Mund kaum öffnen wollte.
Wir haben gemeinsam ausprobiert, erklärt, verändert und wieder neu angefangen. Vor allem aber hatten wir Geduld.
Am Ende meines Dienstes weinte die Mutter, als ich mich verabschiedete. Sie war einfach dankbar dafür, dass jemand ihr und ihrer Tochter Zeit gegeben hatte.
Dieser Moment hat mir sehr deutlich gezeigt, dass unsere Arbeit nicht immer durch die großen medizinischen Dinge wirkt. Manchmal bleibt bei Familien vor allem das Gefühl: Da war jemand, der mich gesehen hat.
Was für mich eine gute Hebamme ausmacht.
Eine gute Hebamme ist für mich nicht automatisch diejenige mit den meisten Fortbildungen oder der längsten Berufserfahrung.
Gute Begleitung bedeutet für mich, Sicherheit, Verständnis und Empathie zu vermitteln. Eigene Grenzen zu erkennen. Hilfe hinzuzuziehen, wenn sie notwendig ist. Eine positive Fehlerkultur zu leben und die eigene Arbeit immer wieder zu reflektieren.
Besonders im Wochenbett möchte ich euch nicht abhängig von meiner Hilfe machen. Mein Ziel ist genau das Gegenteil: Ihr sollt zunehmend das Gefühl bekommen, dass ihr selbst wisst, was euer Kind und eure Familie brauchen.
Jede Emotion darf gelebt werden. Jede Sorge darf ausgesprochen werden – ohne Verurteilung.
Ein Ort, an dem Familien zusammenkommen dürfen.
Mit Nestwerk möchte ich einen Ort schaffen, an dem Frauen, Paare und Familien nicht nur einen Termin wahrnehmen.
Einen Ort für Fragen und Gespräche. Für Lernen und Austausch. Für Unsicherheiten genauso wie für Vorfreude. Einen Ort, an dem Menschen Gleichgesinnte treffen und sich mit ihren Bedürfnissen aufgehoben fühlen dürfen.
Wenn ihr nach einem Termin nach Hause geht, wünsche ich mir vor allem, dass ihr euch gesehen und bestärkt fühlt – vielleicht mit etwas weniger Sorge und mit etwas mehr Vertrauen in euch selbst.
Fachwissen, das mit mir weiterwächst.
Zusätzlich habe ich eine K-Taping-Ausbildung bei der K-Tape Academy absolviert und befinde mich aktuell in der Akupunktur-Grundausbildung bei Promedico.
Ich bin Mitglied im Deutschen Hebammenverband und als freiberufliche Hebamme im GKV-System gelistet.
Mein Alltag als Klinikhebamme.
Neben meiner Arbeit im Nestwerk bin ich weiterhin als Hebamme im Klinikum tätig. Der SWR hat mich dort bei meiner Arbeit begleitet.
Zum SWR-Beitrag